März, ein Künstlerleben
Schauspiel von Heinar Kipphardt


erste Proben


erste Proben
Kritik aus der Kronenzeitung vom 12.11.2001Kritik

ab 8.November in den Austria Theater Werken
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Zentraler Schauplatz ist Lohberg - eine bayerische Landesnervenklinik. Es ist die Zeit der Siebzigerjahre .....März und Hanna Licht und Schatten der kurz zurückliegenden Studentenrevolte, Gesellschaftskritik, Kapitalismuskritik, Psychiatriekritik, Solidarität, die Utopie einer besseren, gerechteren Welt .... die RAF, Terror, Polizeirazzien. Unaufdringlich, doch spürbar ist diese Atmosphäre des Aufbruchs, und gesellschaftlicher Veränderungen in Kipphardts Schauspiel eingedrungen. Im Zentrum steht der schizophrene Dichter März, Dauerpatient in Lohberg, mit Flucht bedingten Unterbrechungen. Facetten seines Lebens werden im Verlaufe des Stückes sichtbar: Der Vater liebt ihn nicht, die Mutter "ist eine Milch, in der man manchmal ertrinkt". Beide Elternteile reagieren auf ihre Art gegenüber dem Sohn, der mit dem Makel eines Geburtsfehlers in Form einer Hasenscharte behaftet ist. Stigmatisierung in der Schule, beim Militär, in der Arbeitswelt. Irgendwann kippt März. Eine lange Psychiatriekarriere beginnt. In der Anstalt bleibt er weitgehendst Einzelgänger.... Bald trifft er auf einen anderen Einzelgänger, den Psychiater Dr. Kofler. Als Verwandte im Geiste finden sie zu einer unbequemen Freundschaft, beide auf der verzehrenden Suche nach dem wahren Selbst. "Manchmal ist Ich sehr schwer", dieser von März geprägte universelle Satz trifft uneingeschränkt auf Kofler zu. März verliebt sich in die Lohberg-Patientin Hanna. Lohberg ade !! Im schönen Graubünden leben sie für eine Weile ein Leben in absoluter Freiheit. Ihre Liebe wird zum einzigen Lebensmittelpunkt, dann Hannas Schwangerschaft, Krise, Rückführung in die Klinik .........



Dieses Schauspielprojekt ist eine Fortführung der im vergangenen Jahr mit "Yvonne - Prinzessin von Burgund" begonnenen integrativen Theaterarbeit. Betroffene und andere Laiendarsteller arbeiten mit Theaterprofis in etwa 11 Wochen Probenzeit täglich zusammen. Eine erfreuliche Wirkung der Yvonne-Produktion ist u.a.: Etliche neue Darsteller (interne und externe) sind hinzugekommen. Leider müssen wir aus terminlichen Gründen auf drei Darsteller des Yvonne-Ensembles verzichten. In der Rolle des März sehen Sie Johannes Renoldner, Peter Malzer als Dr. Kofler, Tanja Landerl spielt die Hanna, Gertrude Naomi Hattmannsdorfer die Anstaltsleiterin Dr. Feuerstein. Brigitte Spanring,erste Proben Bettina Schmid und Annemarie Huber sind Ärztinnen, die Anstaltpatienten werden von Hubert Grillberger, Wolfgang Peschta, Sigfried Sarközi, Anton Stranzinger, Michael Zintl-Reburg, Herbert Wagner, Thomas Merzinger, Richard Höllerbauer und Katharina Bigus spielen die März-Eltern, Werner Flasch den Pfleger Huber. In weiteren Rollen sind zu sehen: Martin Tröbinger, Hannes Limbacher, Regina Strummer.

Inszenierung: Jürgen Heib
Bühne: Franz Landl
Bühnenmusik: Otto Pölzl
Bewegungstraining: Hertha Müllegger
Licht: Werner Lorenz
Regieassistenz: Johanna Bauer

erste Proben
erste Proben


Premiere 8. Novemer , 20°° im ATW, Ecke Helmholtzstr.-Ellbognerstr., Linz

weitere Vorstellungen in den Austria Theater Werken (jew.20°°)
im November : 10.,11.,15.,16.,17.,22.,23.,24., 29.,30.
im Dezember : 1.,6.,7.,8. (letzte Vorstellung)

Preise: Vorverkauf ATS 130.- , Abendkassa ATS 150.- , ermäßigt ATS 100.-


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