Korbes


Wiederaufnahmetermine :
20., 21., 22., 27., 28., 29.Sept. - 4., 5., 6.Okt.2007 alle 19:30 Uhr

im THEATER MAESTRO, Bismarckstr.18, Linz

Premiere und Österreichische Erstaufführung war am 19.Juni 2007 - 19:30 Uhr
mit
K.Bigus,
C.Döringer, A.Kirchlechner,
C.Salveter, H.Schwarzinger,
B.Wallner, S.Widter, J.Forster,
S.Sarközi, C.Scharrer, U.Scherzer,
M.Tschernow, H.Wagner, A.Zinnöcker.
Inszenierung : J.Heib
Bühne : G.Lindorfer
Kostüme : N.Wöss
Licht : A.Böhmler
Musik : I.Wahlmüller, O.Pölzl
Regieassistenz : C.Döringer
Produktionsltg. : O.Pölzl

KARTEN: Vorverk./Reservierg.,Theater MAESTRO, Bismarckstr.18, Linz, tel.(0732) 771176 werktags:10 - 22 Uhr
Kartenverkauf Abendkasse

Eine Extra Vorstellung gab es am 28.6.07 - 19:30 Uhr im Rahmen von sicht:wechsel im Festivalzelt an der Donau.

Zum Stück :
"Der Herr Korbes muss ein recht böser Mann gewesen sein." Mit dieser Mutmaßung endet der kurze Märchentext "Herr Korbes" der Gebrüder Grimm. Der deutsche Dramatiker Tankred Dorst setzt dort an, wo das Märchen endet. Mit seinem Korbes entwirft er einen fressenden, saufenden, hurenden Grobian, der sagt was ihm einfällt und nimmt was ihm gefällt. Rücksichtslos drängt er alles und alle zur Seite: die Frau stirbt vor Kummer, die Tochter vertreibt er aus dem Haus, seine neue Gefährtin behandelt er sehr bald unliebsam und grob. Als er eines Morgens aufwacht, muss er feststellen, dass er über Nacht erblindet ist. Die Zeit der Rache beginnt. Die Gefährtin verlässt ihn, nicht ohne den hilflosen Blinden gemeinsam mit ihrem kriminellen Sohn ausgeraubt zu haben. Korbes wird immer mehr zum Opfer, vor allem zum Opfer seiner selbst. Jedoch auch in der Not vermag er sich nicht zu ändern. Er bleibt was er ist: vulgär, rechthaberisch, geizig und grob. Die Verbindung zur Dorfgemeinschaft geht verloren. Als seine Tochter zurückkehrt findet sie ihn im eigenen Dreck liegend vor. Sie bleibt bei ihm und gibt dem eigenen Ehemann, der sie zurückholen will, einen Korb. Vater und Tochter sind in einem unheilvollen Gemisch aus Liebe und Haß untrennbar miteinander verbunden und liefern sich eine gnadenlose Auseinandersetzung.

Tankred Dorst gelingt mit seinem Schauspiel einerseits ein Familiendrama, fokussiert in einer konfliktträchtigen Vater-Tochter-Beziehung, andererseits ein bisweilen groteskes Passionsspiel voller tiefschwarzer Komik um die Titelfigur des Korbes.


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