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WOYZECK von Georg Büchner

Eine kuk-theater Produktion

Der Underdog Woyzeck steht auf der untersten Ebene einer starr hierarchisch aufgestellten Gesellschaftsordnung, ohne Chance auf Selbstverwirklichung und Glück. Um sich, seine Partnerin und das gemeinsame uneheliche Kind über die Runden zu bringen verrichtet er bei einem selbstgefälligen Hauptmann niedrigste Hilfsdienste und dient einem zynischen Mediziner als Versuchsobjekt im Rahmen eines ernährungswissenschaftlichen Experiments. Die Erfahrung eigener Ohnmacht bei gleichzeitiger psychischer und physischer Schwächung lassen ihn als sonderbaren Einzelgänger erscheinen. Als für Woyzeck offenkundig wird, dass seine Marie mit einem anderen Mann ein Liebesverhältnis eingeht, bricht seine brüchige Existenz endgültig zusammen. Woyzeck wird durch gesellschaftliche Gegebenheiten und Zwänge zum Mörder.

Georg Büchner schrieb 1837 das Dramen-Fragment 'Woyzeck'. Vor der Fertigstellung des Textes starb er im Alter von 23 Jahren. Das Stück gilt heute als Vorläufer des modernen Dramas. Inhaltlich wie formal war Büchner seiner Zeit weit voraus. Er rückte Outsider, arme und gesellschaftlich geächtete Personen und ihre Lebensumstände in den Mittelpunkt, ergreift Partei für sie gegenüber den Mächtigen - was bis zu diesem Zeitpunkt noch kein Autor gewagt hatte und erst über ein halbes Jahrhundert später im naturalistischen Drama salonfähig wurde. Er wählte bereits damals eine offene Dramenform, wie sie sich erst im 20. Jahrhundert in der Theaterpraxis durchsetzte.

'Woyzeck' ist Krimi und Sozialstudie in einem. 'Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet?'. Diese in Büchners großem Drama 'Dantons Tod' gestellte Frage beschäftigt uns ebenso im 'Woyzeck'. Liebe und Leidenschaft, gesellschaftliche Benachteiligung, Einsamkeit, Eifersucht, Vergeltung für erlittene Demütigung und Mord - das ist der Stoff, der uns im wirklichen Leben und in der Kunst beschäftigt, das ist der Stoff aus dem 'Woyzeck' gemacht ist.

Inszenierung: Jürgen Heib / Bühne: Georg Lindorfer / Kostüme: Elfriede Wimmer / Licht: Gerald Kurowski / Video: Eckart Sonnleitner / Maske: Doris Scheuringer / Regieassistenz: Helene Schober / Produktionsltg.u.Musikschnitt: Otto Pölzl / Musikal.Beratung: Iris Wahlmüller / Sprechtraining: Katharina Bigus / Vorstellungstechnik: Charly Langzauner

Mit Hans Greger-Gubi, Claudia Hochedlinger, Christian Korherr, Wolfgang Peschta, Monika Pesendorfer,
Johannes Renoldner, Siegfried Sarközi, Ulrich Scherzer, Brigitte Spanring, Samuel Stoyanov, Herbert G.Wagner,
Belinda Wallner, Alois Zinnöcker.


Premiere am 22. April 2009 - 19:30 Uhr im Theater Maestro Bismarckstr.18, 4020 Linz

weitere Termine: 24., 25.April und 7., 8., 9., 14., 15., 16., 21., 22., 23.Mai 2009 - alle 19:30 Uhr


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KARTENVERKAUF / Reservierung

bei Theater MAESTRO : tel. 0732 771176
bei kuk-theater : tel. 0681 1073 4810
und Abendkasse

PREISE: Normal 15.- € ---- Vorverkauf(Kartenabholung vorausgesetzt) 13.- € ---- Ermäßigt 9.- € =============================================================================================


' Wir arme Leut . Sehn sie, Herr Hauptmann, Geld, Geld . Wer kein Geld hat . Da setz
einmal einer seinsgleichen auf die Moral in die Welt . Man hat auch sein Fleisch und Blut .
Unseins ist doch einmal unselig in der und der andern Welt, ich glaub wenn wir in den Himmel
kämen, so müssten wir donnern helfen .'



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