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AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG

So 6. Mai 2012 - 11:00
Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

/Mulde, Salesianumweg 3, 4020 Linz
Die Ausstellung ist bis Ende Mai jeweils MO bis FR 09.00 - 18.00 Uhr geöffnet. EINTRITT FREI

Am Sonntag, 6. Mai präsentieren das Sozialpädagogische Kolleg und die Pro mente OÖ das Resultat ihrer Kooperation im Rahmen von sicht:wechsel - die Ausstellung ICH, ICH und ICH. Und die ANDEREN?!
StudentInnen der Abschlussklasse des Sozialpädagogischen Kollegs und AtelierteilnehmerInnen der Pro mente OÖ begegnen sich für die Zeitdauer von etwa zwei Monaten in einem künstlerischen Prozess im Atelier von „Kunst und Kultur“ der Pro mente OÖ.
Neben der künstlerischen Zielsetzung, die mit einer Ausstellung der entstandenen bildenden Werke in der Pädagogischen Hochschule der Diözese ihren Endpunkt findet, sollen mit diesem Projekt Begegnungen ermöglicht werden, um sich aus den verschiedensten Perspektiven mit dem Ich und den Anderen auseinanderzusetzen.

Ausstellungseröffnung mit Prof. Berthold Simbruner (Leitung Sozialpädagogisches Kolleg), Barbara Wurzinger, Jürgen Heib, Franz Ruhmanseder (Akkordeon) und beteiligten KünstlerInnen und StudentInnen.
Ausstellungsdauer bis Ende Mai

Mo 7. Mai 2012 - 17:30
Professionelle Schreibhemmung?

OÖ Kulturquartier Hochfoyer

Diskussionsveranstaltung
Inklusive Theaterarbeit und die öffentliche Kritik

kuk-theater
Pro mente OÖ

Eintritt frei
Ausgehend von der Arbeit des Linzer kuk-theaters sollen Fragen zur künstlerischen Qualität inklusiver Ensembles diskutiert werden. Wie werden diese Theaterformate in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Wie geht der Kunst- und Kulturjournalismus mit ihnen um? Sind die Aufführungen kritikwürdig und kritisierbar?

Mit Jürgen Heib (Regisseur, Leitung kuk-theater), Momo Pesendorfer (Tanzpädagogin, Tänzerin, u.a. TanzKollektivKuk), Wiltrud Hackl (DER STANDARD), Margret Czerny (Autorin), Peter Grubmüller (OÖ NACHRICHTEN), Christian Pichler (Neues Volkblatt) Moderation Wolfgang Schmutz

Theaterkritik trotz Behinderung der Künstler?

OÖN Textarchiv 09.05.2012

was ist „falsch“, was ist „richtig“ im politischen und kulturellen Umgang der (Medien-)Gesellschaft mit behinderten Menschen. (bev)

Theaterkritik trotz Behinderung der Künstler?

Hemmung, Scham, „eh lieb“ – die Diskussionsveranstaltung „Professionelle Schreibhemmung“ am Montag im Linzer Kulturquartier stellte die Medien- und ...Theaterexperten Peter Grubmüller (OÖN), Wiltrud Hackl (Der Standard), Jürgen Heib (Leiter des integrativen kuk-theaters), Momo Pesendorfer (Tanzpädagogin) und Moderator Wolfgang Schmutz vor die Frage: „Sind Aufführungen von Menschen mit Behinderung kritikwürdig?“.

Nach einer freundlichen Aufwärmphase ergriff die Theatergemeinschaft (auch jene im Publikum) schnell die Gelegenheit, eine „ernsthafte Auseinandersetzung“ zu verlangen. Sollten Menschen nun „trotz ihrer Behinderung oder wegen ihres Talents“ kritisiert werden? Grubmüller gab zu bedenken, dass beiden Seiten der Mut zur Ehrlichkeit fehle, den Kritikern und den Kritisierten. Außerdem seien Schauspieler mit Behinderung neben jenen ohne Behinderung mitunter kaum kritisierbar, weil es ein Wesen der Kritik sei, Vergleiche zu ziehen und den Sog der dargestellten Figuren in die Handlung zu bewerten. Wiltrud Hackl legte nach: „Wollt ihr mit derselben Härte kritisiert werden wie professionelle Schauspieler?“

Nach eineinhalb Stunden mündete die Debatte in der Übereinkunft, den Mut zur Ehrlichkeit zu fassen und eventuell auftretende Ratlosigkeit bei Produktionen auch medial zu formulieren. Kulturfestivals wie „sicht:wechsel“ (noch bis 11. Mai in Linz) haben eben auch die wichtige Aufgabe der Aufklärung: was ist „falsch“, was ist „richtig“ im politischen und kulturellen Umgang der (Medien-)Gesellschaft mit behinderten Menschen. (bev)